Theater-Wissen quer denken

Facetten szenischer Kuenste aus drei Jahrzehnten

Edited by: Nic Leonhardt

[Text is in German] Ist Theater nun eine Kunst? Ein Medium? Eine Institution? Ein wenig von allem, liesse sich sagen. Es verfuegt, gegenwaertig wie historisch, ueber einen Facettenreichtum, den wohl keine andere Kunst, kein anderes Medium, keine andere Institution fuer sich behaupten koennte. Theater ist ein Verhandlungsspielraum: ein Ort und Raum des Spiels, der Gleichzeitiges mit Ungleichzeitigem konfrontiert, Gegenwaertiges mit Historischem, aesthetische Konvention und Subversion paart, subjektive Konflikte - politische und globale - gemeinsam in den Raum stellt. Spaetestens seit den Theatralitaetsdebatten, den Studien zu Interkulturalitaet und Intermedialitaet und dem Aufkommen der Performance Studies in den 1990er und 2000er Jahren ist deutlich geworden, dass nicht nur Theater vielschichtig ist, sondern auch die Lesarten des Begriffs selbst. Diese Vielgesichtigkeit und Weite ihres Gegenstands haelt die Theaterwissenschaft - immer noch zu Unrecht als Orchideenfach einsortiert - ganz schoen auf Trab. Disziplinaer, interdisziplinaer, auf lokaler Ebene wie global. Die Beitraege in Theater-Wissen quer denken fokussieren auf Begriffe, Leitlinien, Konzepte von Theater und seiner wissenschaftlichen Aushandlungen, die den fachlichen Diskurs in den vergangenen drei Jahrzehnten bestimmt haben: Theater-Anthropologie, Theater und (Post-)Kolonialismus, Intermedialitaet, Theater-oekonomie, Theater und/als Institution, transnationale Theatergeschichte sowie Theater und Globalisierung. Die Autor*innen sind allesamt Theaterwissenschaftler*innen, taetig in Forschung und Lehre, aber auch in anderen theater-, kultur- und mediennahen Berufen in der Praxis. Ihre Beitraege tragen die je individuelle wissenschaftliche wie kuenstlerisch-praktische Handschrift ihrer Verfasser*innen, sind also ebenso wissenschaftliche Artikel wie Essays.


Publication Date: 9/16/2017
Format: Paper
ISBN: 9783958081475