Der performative Expressionismus

Edited by: Kristin Eichhorn, Johannes Lorenzen

[Text is in German] Das zweite Heft der Zeitschrift Expressionismus wendet sich der performativen Seite expressionistischer Kunst zu. Expressionistische Arbeiten sind programmatisch stark auf die Veraenderung der Gesellschaft ausgerichtet - ein Ziel, das expressionistische Kunst nicht nur staendig kommuniziert, sondern auch aktiv umsetzen will. Entsprechend hoch ist die Zahl an Versuchen, spezifisch performative Formen von Kunst zu entwickeln. Die Dimensionen dieses Bereichs sind vielfaeltig. Verschiedentlich werden in den 1910er Jahren Forderungen laut, die Wirkung von Gedicht?lesungen zu intensivieren. Expressionistische Buehnen wie die Tribuene und die Sturm-Buehne tragen mit dazu bei, dass die konkrete Theatererfahrung gegenueber dem reinen Dramentext staerker ins Zentrum rueckt und Musik und Bildende Kunst integriert werden. Ausserdem bringen Fotografie und Film eine neue Ebene des Performativen hervor. Diese Breite des Feldes zeigt das Heft auf, indem es eine internationale Perspektive einnimmt sowie auf die performative Verflechtung verschiedener Kunstrichtungen aufmerksam macht. Es versammelt Aufsaetze zum deutschen wie zum spanischen Avantgarde?theater, zur Beziehung von Tanz und Lyrik sowie zur performatorischen Ausrichtung der Bildenden Kunst in Polen. Ausserdem wirft das Heft einen Blick ueber das expressionistische Jahrzehnt hinaus und verfolgt sowohl die Einfluesse des Expressionismus auf den amerikanischen Film der 1920er und 1930er Jahre als auch aktuelle Versuche, expressionistische Texte performativ wieder zum Leben zu erwecken. Mit Beitraegen von Michael Bahn, Jean Marie Carey, Lidia Gluchowska, Herle-Christin Jessen, Larissa Kikol, Rebecca Schoensee und Florian Zappe.


Publication Date: 11/23/2015
Format: Paper
ISBN: 9783958080058


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