Prinzessinnen

Edited by: Eva Holling, Matthias Naumann, Frank Schloeffel

[Text is in German] Auch heute noch geniesst die Prinzessin eine herausgehobene Stellung, die urspruenglich aus einem feudalen System stammt. Als soziale Figur und kulturelles Vorstellungsbild hat sie sich in das buergerliche Zeitalter ,hinuebergerettet'. An ihr laesst sich sehr deutlich sehen, dass die Definition einer sozialen Figur in Abhaengigkeit und Abgrenzungen von anderen erfolgt. In diesem Fall resultiert, Prinzessin zu sein, aus einem dynastischen Verhaeltnis: eine Prinzessin ist die Tochter von jemandem, ihre Stellung ist damit zunaechst immer eine ererbte, keine erworbene. Letzteres sollte sie eigentlich mit buergerlichen Vorstellungsbildern in Konflikt bringen, dennoch erscheint die Prinzessin auch im buergerlichen Zeitalter oftmals positiv konnotiert. Die Beitraege der siebten Nebulosa-Ausgabe nehmen vor diesem Hintergrund Prinzessinnen als historische Figuren und Figuren der Gegenwart in den Blick. Der Prinzessin wird sich aus genderspezifischer sozialisationstheoretischer Perspektive genaehert, sie wird in Literatur, Theater und Kultur verortet. Bettelprinzessinnen und Prinzessinnen der Unterwelt werden eine Rolle spielen. Ferner wird die Prinzessin u.a. als Identifikationsangebot untersucht. Im Forum wird der Themenschwerpunkt der vorangegangenen Ausgabe - Arbeiterinnen und Arbeiter - zur Diskussion gestellt. Mit Beitraegen von Christel Baltes-Loehr, Rainer Emig, Jan Henschen, Aleta-Amiree von Holzen, Thomas Kuepper, Julia Schade, Timo Skrandies, Tamara Werner; kuenstlerischer Beitrag von Marija Skara.


Publication Date: 9/11/2015
Format: Paper
ISBN: 9783958080027


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