Zuhause im Text

Raumkonstitution und Erinnerungskonstruktion im zeitgenoessischen anglo-juedischen Roman

By Martin Kindermann

[Text is in German] Die Verschraenkung raeumlicher Erfahrung mit Erinnerungsbildung und Fragen der kulturellen Zugehoerigkeit kann in der juedischen Gedaechtnistradition und Literatur auf eine tiefe Verwurzelung verweisen. Im Exil wird die Bedeutung erinnernder Bezuege zum aktuellen Ort und seinen historischen Bedeutungsschichten stets neu verhandelt. So laesst sich Raum wie auch Erinnerungsbildung als relationaler und dynamischer Prozess charakterisieren, in dem die Positionierung der Akteure von grosser Bedeutung ist. Die in Zuhause im Text untersuchten Texte von Linda Grant, Tamar Yellin und Naomi Alderman naehern sich auf hoechst unterschiedliche Weise dem Phaenomen der Erinnerung und seiner Verknuepfung mit den raeumlichen Geflechten Londons, Liverpools, Tel Avivs oder Jerusalems. Fragen kultureller Zugehoerigkeit zu Orten und Erinnerungsgemeinschaften verbinden sich mit der Verhandlung von Fragen der Autorschaft in Bezug auf das eigene Leben wie auch der Erinnerung. Ausdeutungen des Raums, des Textes und des eigenen Selbst ruecken ins Zentrum der Aufmerksamkeit von Martin Kindermanns Buch. Ausgehend von Analysen zur literarischen Repraesentation von Erinnerung sowie dem spatial turn in den Kulturwissenschaften richtet sich diese Veroeffentlichung an Leserinnen und Leser, die sich fuer die Themenfelder der juedischen Literatur, Exilliteratur, Raumdarstellung, Erinnerungskonzeption und der kulturellen Hybriditaet bzw. Interkulturalitaet interessieren.


Publication Date: 12/19/2014
Format: Paper
ISBN: 9783943414592


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